Online-Spendings 2009: Wer spricht hier von Krise?

Ein Rundruf: Wie entwickeln sich die Werbeausgaben 2009 im Online angesichts der Finanzkrise? Unsere Gesprächspartner zeigen sich optimistisch, Pläne werden nicht gekürzt, Online wird auch im nächsten Jahr deutlich, wenngleich weniger stark als die Jahre zuvor, wachsen.

robert-nowakRobert Nowak, Geschäftsführer Focus Mediaresearch: "Wir gehen davon aus, dass Online 2009 zweistellig wachsen wird, aus dem offensichtlichen Grund, dass die Zielgruppenansprache sehr genau ist. Insgesamt - alle Mediengattungen betrachtend - rechnen wir mit einem Minus: ein leichtes bei TV und ein stärkeres im Print. Die Entwicklung bei Plakat und Hörfunk können wir noch nicht einschätzen. Mehr können wir sicherlich Mitte Dezember sagen, wenn unser Werbebarometer für 2009 erscheinen wird."

wolfgang-schwaydaWolfgang Schwayda, operativer Leiter News Networld: "Für uns wird 2009 ein Erfolgsjahr, Krise hin oder her - man muss ja kein Prophet sein, um zu prognostizieren dass die Onlinespendings in Österreich weiter zulegen werden. Wir werden auf Grund des Ausbaus der Onlineportale der Verlagsgruppe News sowie des komplett neuen Auftrittes von news.at kräftig an Usern und Traffic zulegen, damit verbunden sehen wir in unseren Zielen für 2009 von der
Finanzkrise unbeeinträchtigt eine wesentliche Steigerung zu 2008 vor."

herbert-pratter1Herbert Pratter, Head of Isobar Austria: "Krise ist Chance. Die Bruttospendings in Online-Werbung werden 2009 zirka 20 bis 35 Prozent gegenüber 2008 ansteigen. Aber, warum ein Wachstum im digitalen Business bei einer allgemeinen prognostizierten Stagnation bis leichten Rückgängen für den Gesamtwerbemarkt?
Erstens: Österreich ist im internationalen Vergleich Top im Bezug auf Internet und Reichweite aber noch Flop im Bezug auf Anteile der Online-Spendings am Gesamtwerbekuchen, es gibt noch viele Potenziale, die nicht ausgeschöpft sind.
Zweitens, aber viel wichtigerer: Für die digitalen Medien ist eine mögliche Krise eine tatsächliche Chance die Argumente für den Einsatz dieser Kommunikationsdisziplin in Stellung zu bringen. Im Blog hubspot stehen sechs triftige Gründe für Online in der Krise".

susanne-soumelidisSusanne Soumelidis, Integrated Marketing Communications Microsoft Österreich: "In einer wirtschaftlich angespannten Marktsituation denkt auch Microsoft über Einsparungen nach. Aber viel mehr noch denken wir darüber nach unsere Marketing-Kampagnen entsprechend den neuen Rahmenbedingungen best möglich zu optimieren. Wie gelingt das aus unserer Sicht am besten: Erstens, genau darauf zu schauen, was die wirklichen Bedürfnisse unserer Kunden in angespannten Zeiten sind und ein perfektes Angebot zu schnüren und zweitens genau dort präsent zu sein, wo unsere Kunden sich bewegen - und das ist definitiv im Internet. Somit erfüllt Online-Marketing genau unter schwierigen Bedingungen perfekt unsere Bedürfnisse - es ist kosteneffizient, sehr gut messbar und hat die beste Reichweite mit geringstem Streuverlust für die Zielgruppen die wir vornehmlich ansprechen. Also ein Medium das relevanter ist denn je."

marcela-atria1Marcela Atria, Director Interaction GroupM Austria: "Meine Einschätzung ist, dass wenige Kunden ihre Werbeausgaben im nächsten Jahr stark kürzen werden. Dennoch spüre ich trotz der Rezession einen gewissen Optimismus. Die Online-Spendings werden sicher wachsen, jedoch nicht mehr so stark wie in den Jahren zuvor. Ich rechne mit rund zehn Prozent Wachstum. Kritischer betrachtet werden nächstes Jahr Ausgaben für virales Marketing und Dialogkampagnen."

petra-hoeferPetra Höfer, Leitung Vermarktung ORF.at: "Ich sehe zwei divergierende Tendenzen. Jene Marketingheads, bei denen Online noch nicht fest verankert ist, werden kürzen. Andererseits spricht die Kosteneffizienz von Online-Werbung für ein Wachstum auch 2009. In Summe rechnen wir mit einem kleinen zweistelligen Wachstum im nächsten Jahr und haben unsere Pläne darauf angepasst. Ich rechne damit, dass die Werbeausgaben in Finanz- und Autobranche zurückgehen werden. Dieses Minus werden wir durch Neukundenakquisitionen mehr als auffangen."
Andreas Herrmann (Gast) - 20. Dez, 21:08

Krisengoodbye

Sehr gut, meine lieben Damen und Herren!

Sie in Österreich machen es uns deutschen vor, positiv und optimistisch in die Zukunft gucken!

In Deutschland wird nur gejammert und befürchtet, dass die Krise uns erwischt ... Welche Krise????

Stellt euch vor, es ist Krise und keiner macht mit?

Ich für meinen Teil teile Ihre Meinung und Ihren zuversichtlichen Optimismus, ohne Wenn und ohne Aber!

2009 wird für uns Internetler, auch in good old Germany, dass Jahr der Jahre und des Erfolges!

Und wer es nicht glaubt oder Erfolgsrezepte braucht, der kann mich gern kontakten. :O)

Liebe Grüße aus Hamburg!

Andreas Herrmann

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